Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes e.V.

Selbstverständnis

Der Freikirchliche Bund der Gemeinde Gottes (FBGG) will mit seinen Gemeinden "Licht und Salz" in Deutschland sein. Die Gemeindeglieder werden zu einem persönlichen Bekenntnis zu Jesus Christus und einer bewussten Nachfolge im Glauben herausgefordert. Das christliche Leben drückt sich in erster Linie durch eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aus. Neben der Pflege bestehender und der Gründung neuer Gemeinden weiß sich der FBGG dem Bau des Reiches Gottes nach biblischen Maßgaben verpflichtet. Dabei wird uneigennützig die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Werken gesucht, die ebenso den Dienst- und Missionsauftrag Jesu Christi wahrnehmen. Im Ringen um einen glaubwürdigen Lebenswandel (Heiligung) und um ein freudiges Bezeugen des Glaubens (Mission) in Verbindung mit sozialem Engagement (Diakonie) soll die Ehre Gottes gesucht werden. Der Name Gemeinde Gottes ist als Programm und Zielangabe zu verstehen.

Aufgabenschwerpunkte

Förderung des geistlichen und ethischen Lebens auf der Grundlage des Wortes Gottes im In- und Ausland. Stärkung der christlichen und sozialen Werte zum Wohl von Familie, Gesellschaft und Staat, intensive Förderung der Jugend- und Altenpflege durch Gruppenarbeit in allen Altersklassen, Freizeit- und Bildungsarbeit, außerdem Dienst an sozialen Brennpunkten im In- und Ausland im Rahmen des Sozialdienstes im freikirchlichen Bund der Gemeinde Gottes und der Stiftung Kinderhilfswerk Global-Care.

Geschichte

Der Freikirchliche Bund der Gemeinde Gottes hat seine Wurzeln in der amerikanischen Heiligungsbewegung des 19. Jahrhunderts. 1881 sammelten sich Gleichgesinnte um D.S. Warner, einem der Väter der Reformationsbewegung der Gemeinde Gottes. Die Brüder bekundeten Offenheit gegenüber allen biblischen Wahrheiten und die Unterstellung unter die Leitung durch den Heiligen Geist.

Sie forderten Eifer zur Heiligung. "Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch" (1 Thess. 5,23). Dabei kam es mancherorts auch zu einem perfektionistischen Ansatz. Diese Haltung ist heute nicht mehr vorhanden. Menschliche Organisationsformen wurden weitgehend abgelehnt. Daher praktiziert man bis heute keine formelle Mitgliedschaft. Die einzige organisatorische Struktur war anfänglich das Verlagswerk mit der Zeitschrift "Gospel Trumpet". Die Zeitschrift wurde in Amerika auch in deutscher Sprache gedruckt und erschien erstmals 1885. Sie wurde von deutschen Einwanderern gelesen und auch nach Deutschland versandt. Dadurch entstanden erste Kontakte für die spätere Gemeindearbeit in Deutschland und Europa. Im Jahr 1894 gab es dann die erste Versammlung in Hamburg. Ab 1901 bildeten sich im Ruhrgebiet Gemeinden. 1907 wurde in Essen ein Missionsheim errichtet, im dem auch Prediger ausgebildet wurden. Die Evangeliumsposaune (heute „Perspektiven“) wurde ab 1922 in Deutschland gedruckt.

Statistik

Die weltweite Bewegung des Bundes ist in über 80 Ländern vertreten. Die größten Gemeindebünde sind in den USA, Indien, Afrika und Südamerika. Zum FBGG gehören in Deutschland 25 Gemeinden mit ca. 2.300 Gottesdienstbesuchern (es werden keine formellen Mitgliederlisten geführt). Die Anzahl der Pastoren beträgt 35. Dachorganisation und Vermögensträger ist der Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes e.V. Es wird geleitet durch den Vorstand und nach außen vertreten durch den Bundesvorsitzenden. Der Vorstand führt die Beschlüsse der Bundesversammlung durch. Geistliche und theologische Angelegenheiten werden durch die Pastorenkonferenz und den von ihr gewählten Ältestenrat wahrgenommen und vertreten.