02.12.2025

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VEF-Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt

Betroffenen und ihren Belangen Gehör verschaffen und Raum geben

Ab dem 1. Januar 2026 kooperieren zehn Gemeindebünde im Rahmen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) bei einer Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt.

Mit dem Ziel, sexualisierte Gewalt zu begegnen, wurde innerhalb der VEF eine Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt eingerichtet. Bei der VEF-Mitgliederversammlung am 25. und 26. November in Burbach unterzeichneten neun Gemeindebünde die Kooperationsvereinbarung mit dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Unterschrieben haben die Mitgliedskirchen, die noch keine eigene Möglichkeit der Intervention bei sexualisierter Gewalt haben: Anskar-Kirche Deutschland e. V., Apostolische Gemeinschaft e. V., Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R., Foursquare Deutschland e.V. (fegw), Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes e. V., Die Heilsarmee in Deutschland K.d.ö.R., Kirche des Nazareners Deutscher Bezirk e.V., Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden e.V., Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. (AMG). Diese Mitgliedskirchen kooperieren ab dem 1. Januar 2026 mit der seit 2017 bestehenden Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt im BEFG.

Ziel der Anlaufstelle ist es, dass Betroffene und ihre Belange Gehör und Hilfe finden. Die neue Anlaufstelle soll dazu beitragen, dass Fälle von sexualisierter Gewalt im Kontext der Kirchen und Werke durch Betroffene oder Menschen, die davon wissen, möglichst niedrigschwellig gemeldet werden können. Zentraler Weg der Kontaktaufnahme für Betroffene ist die E-Mailadresse anlaufstelle(at)vef.de. Die Nachrichten empfangen Personen, die die Verfahren begleiten und nicht aus dem Kontext der betreffenden Kirche stammen. Diese sogenannten Verfahrensbegleiterinnen und -begleiter werden dann aktiv und leiten ein Verfahren zur Bearbeitung ein. Dieses Verfahren findet anonym in enger Zusammenarbeit mit den Leitungen der betroffenen Gemeinden oder Werke statt und erfordert deren Mitarbeit. Die Verfahren werden eigenständig unabhängig von den Kirchenleitungen wahrgenommen und begleitet. „Mit der VEF-Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt haben wir jetzt eine Adresse auch für die kleineren Gemeindebünde, um Betroffene zu hören und ihnen angemessenen Raum zu geben. Und Aufarbeitungskommissionen beginnen immerhin bei einzelnen unserer Mitgliedsbünde. Wir bleiben an dem Thema dran“, versicherte VEF-Präsident Marc Brenner.

Ein Bericht von: Jasmin Jäger

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