30.04.2026
vefGemeinsam wirken
Neuer Vorstand und Zuwachs für die VEF
Die Delegierten der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) haben bei ihrer Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt und die Aufnahme neuer Freikirchen empfohlen.
Die Mitgliederversammlung der VEF am 30. April blickte dankbar auf die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum am Vortag zurück. Über konfessionelle Grenzen hinweg kam dabei die geschwisterliche Einheit der Kirchen zum Ausdruck. Die festliche Atmosphäre des Jubiläums wirkte direkt in der Mitgliederversammlung nach: Ein besonderes Highlight war das Anschneiden einer Torte, die das freudige Miteinander und das Bewusstsein für diesen Meilenstein unterstrich.
Ein zentraler Tagesordnungspunkt der Mitgliederversammlung war die Wahl des Vorstands für die kommenden drei Jahre. Neu in den Vorstand gewählt wurde Michael Bitzer, Bundessekretär der Region Süd des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Wieder gewählt wurden: Marc Brenner, Präses der Gemeinde Gottes, Jochen Geiselhart, der Leiter von Foursquare Deutschland, Anette Janowski von der Heilsarmee in Deutschland und James Ros, Vizepräses des es Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Der Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche im Distrikt Essen, Stefan Kraft, stellte sich nicht zur Wahl und schied aus dem Vorstand aus. Der ehrenamtliche Vorstand führt die Geschäfte der VEF und vertritt die Freikirchen nach innen und außen.
Die Mitgliederversammlung sprach Marc Brenner das Vertrauen aus und bestätigte ihn einstimmig – für weitere drei Jahre – im Amt des Präsidenten. Brenner, der bereits auf zwölf Jahre Vorstandsarbeit zurückblickt, wolle sich weiterhin für ein gutes Miteinander der Kirchen einsetzen. „Über die letzten 100 Jahre ist wirklich was gewachsen und es ist schön miteinander unterwegs zu sein. Unsere Einheit ist jedoch kein Selbstzweck. Wir stehen als Kirchen zusammen, um die Gesellschaft und die Ökumene aktiv zu gestalten und ein sichtbares Zeugnis für den Glauben abzulegen“, so Brenner.
An seiner Seite übernimmt Jochen Geiselhart das Amt des Vize-Präsidenten. Sein Ziel für die kommende Amtszeit sei es, die VEF als Akteurin in der Gesellschaft weiter zu stärken, sodass Freikirchen in gesellschaftliche Entwicklungen hineinwirken und eine wahrnehmbare Stimme behalten.
Zwei Freikirchen bekundeten ihr Interesse, der VEF beizutreten: Vineyard Deutschland und der Bund Evangelischer Täufergemeinden (ETG). Eine Delegation des Vorstands hat bereits Anfang des Jahres die beiden Mitgliedsanwärter besucht. Dieter Trefz, erster Vorsitzender des ETG Deutschland, war in der Mitgliederversammlung zu Gast und stellte den Bund vor. Er betonte die historische Entwicklung der ETG aus der Gemeinschaft Evangelischer Taufgesinnter sowie den vollzogenen Öffnungsprozess, der sich unter anderem in der Vollmitgliedschaft des ETG in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg zeigt. Eine Vertreterin von Vineyard Deutschland hat die Bewegung bereits in einer vorherigen Versammlung vorgestellt. Die Delegierten sprachen sich einstimmig dafür aus, den Kirchenleitungen die Aufnahme des Bundes Evangelischer Täufergemeinden (ETG) sowie von Vineyard Deutschland als Gastmitglieder zu empfehlen. Dieser Schritt soll dann in einem feierlichen Gottesdienst offiziell vollzogen werden.
Autorin: Jasmin Jäger