28.08.2026
Bund Freier evangelischer GemeindenFeG-Statistik | FeGs wachsen wieder
Gemeinde gründen hat Zukunft
Freie evangelische Gemeinden wachsen wieder
FeG-Statistik macht es sichtbar: mehr Gemeinden, mehr Taufen und deutlich mehr Gottesdienstbesucher.
Witten, 27. August 2026 | Die Freien evangelischen Gemeinden (FeG) in Deutschland verzeichnen wieder eine erfreuliche Entwicklung. Zum 31. Dezember 2025 gehören dem Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland 504 Gemeinden mit insgesamt 40.933 Mitgliedern an.*1 Damit konnte der Bund die durch die Coronapandemie entstandene Delle aus dem Jahr 2023 wieder ausgleichen und wächst bei der Zahl seiner Mitglieder erneut leicht.
Besonders ermutigend ist die Entwicklung des Glaubenslebens („geistliches Leben“) in den Gemeinden. Immer mehr Menschen finden zum Glauben an Jesus Christus – und lassen sich taufen. Im zweijährigen Auswertungszeitraum wurden zuletzt rund 2.700 Entscheidungen für den Glauben an Jesus Christus („Bekehrungen“) gemeldet – so viele wie in keinem vergleichbaren Zeitraum der vergangenen Jahre. Zum Vergleich: Bis 2021 lag die Zahl regelmäßig unter 2.000 – 2023 wurden bereits rund 2.400 Bekehrungen registriert.
Mehr Bekehrungen und Taufen
Noch stärker zeigt sich der positive Trend bei den Taufen aufgrund des Glaubens. Die Zahl der Taufgottesdienste im Bund FeG ist innerhalb von vier Jahren von 554 auf 822 gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Täuflinge von 1.491 auf 2.624 erhöht. Das entspricht einem Wachstum von rund 76 Prozent.
„Diese Zahlen erfüllen uns mit großer Freude und Dankbarkeit“, sagt Guido Sadler, Geschäftsführer des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG). „Wir erleben, dass Menschen neu oder wieder nach Gott fragen, zum Glauben finden und sich bewusst für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden. Dass sich diese Entwicklung gerade bei den Taufen so deutlich zeigt, ist für uns eine große Ermutigung.“
„Diese Zahlen erfüllen uns mit großer Freude und Dankbarkeit. Wir erleben, dass Menschen neu oder wieder nach Gott fragen, zum Glauben finden und sich bewusst für ein Leben mit Jesus Christus entscheiden. Dass sich diese Entwicklung gerade bei den Taufen so deutlich zeigt, ist für uns eine große Ermutigung.“
Gemeindeleben ist zurückgekehrt
Auch beim Gottesdienstbesuch zeigt sich, wie deutlich sich die Gemeinden von den Einschnitten der Coronazeit erholt haben. Im Jahr 2021 war die Zahl der Gottesdienstbesuche im Verhältnis zur Zahl der Gemeindeglieder auf 62 Prozent eingebrochen. Nach einer ersten deutlichen Erholung im Jahr 2023 liegt dieser Wert Ende 2025 wieder bei 92 Prozent. Damit hat sich das regelmäßige gottesdienstliche Leben in den Gemeinden nahezu vollständig auf das Niveau vor der Pandemie zurückentwickelt.
„Wir sind froh und dankbar, dass wir die Corona-Delle überwunden haben“, so FeG-Präses Henrik Otto. „Gleichzeitig sind wir noch nicht zufrieden. Die Rückkehr auf das frühere Niveau ist für uns kein Grund, uns zurückzulehnen. Im Gegenteil: Wir wollen die neue Dynamik nutzen und weiter daran arbeiten, dass Menschen in unseren Gemeinden Glauben finden, Gemeinschaft erleben und geistlich wachsen.“
Gemeinden – Orte für Freundschaften
Freie evangelische Gemeinden verstehen sich nicht nur als Orte für ihre Mitglieder, sondern auch als Gemeinschaften, in denen Menschen Freundschaften pflegen und neue Kontakte finden. Das zeigt sich ebenfalls in der Gemeindestatistik: Die Zahl der Freunde der Gemeinde im Verhältnis zur Zahl der Mitglieder ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.
Bemerkenswert ist diese Entwicklung insbesondere deshalb, weil sie sich auch in Jahren mit rückläufigen Gemeindegliederzahlen fortgesetzt hat. Freie evangelische Gemeinden bleiben damit Orte, an denen Menschen Gemeinschaft erleben können, auch wenn sie nicht Mitglied einer selbstständigen Ortsgemeinde sind.
„Wir sind froh und dankbar, dass wir die Corona-Delle überwunden haben. Gleichzeitig sind wir noch nicht zufrieden. Die Rückkehr auf das frühere Niveau ist für uns kein Grund, uns zurückzulehnen. Im Gegenteil: Wir wollen die neue Dynamik nutzen und weiter daran arbeiten, dass Menschen in unseren Gemeinden Glauben finden, Gemeinschaft erleben und geistlich wachsen.“
FeG-DNA: Gemeindegründung
Die durchschnittliche Größe einer FeG ist in den vergangenen sechs Jahren leicht zurückgegangen – von 84 auf etwas mehr als 81 Mitglieder je Gemeinde. Dieser Rückgang ist allerdings wesentlich durch die zunehmende Zahl von Gemeindegründungen geprägt. Neue Gemeinden starten naturgemäß häufig mit kleineren Gruppen und wachsen anschließend weiter. Die zunehmende Zahl neuer Gemeinden ist für den Bund FeG ein Ausdruck von Dynamik und Zukunftsorientierung.
„Gemeindegründung gehört fest zur DNA unseres Gemeindebundes“, betont Sascha Rützenhoff, Leiter der FeG Inland-Mission. „Wir wollen nicht nur bestehende Gemeinden erhalten, sondern immer wieder neue Gemeinden gründen, damit Menschen an immer mehr Orten die Möglichkeit bekommen, Jesus Christus kennenzulernen und christliche Gemeinschaft zu erleben.“
Die aktuellen Zahlen versteht Geschäftsführer Guido Sadler deshalb auch als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses, weiterhin massiv in Gemeindegründung zu investieren: „Dass wir heute 504 Gemeinden haben und gleichzeitig bei Bekehrungen und Taufen so erfreuliche Entwicklungen sehen, ermutigt uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen Gemeindegründung weiter stärken und dafür die notwendigen Ressourcen bereitstellen.“
„Gemeindegründung gehört fest zur DNA unseres Gemeindebundes. Wir wollen nicht nur bestehende Gemeinden erhalten, sondern immer wieder neue Gemeinden gründen, damit Menschen an immer mehr Orten die Möglichkeit bekommen, Jesus Christus kennenzulernen und christliche Gemeinschaft zu erleben.“
Neue Gemeinden – neue Dynamik
Gerade die Entwicklung der durchschnittlichen Gemeindegröße macht sichtbar, welchen Einfluss die Gründung neuer Gemeinden auf den Bund FeG hat: Kleine neue Gemeinden senken zunächst den Durchschnitt, schaffen aber gleichzeitig die Grundlage für weiteres Wachstum.
Diese Dynamik wirkt sich zugleich positiv auf die Altersstruktur aus. Trotz des demografischen Wandels konnte der Anstieg des Durchschnittsalters der Gemeindeglieder innerhalb der vergangenen sechs Jahre auf 1,2 Jahre begrenzt werden. Das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei etwas mehr als 53 Jahren.
„Auch diese Entwicklung ermutigt uns“, sagt Sadler. „Wir sehen, dass neue Gemeinden nicht nur neue Standorte schaffen. Sie bringen Menschen zusammen, eröffnen neue Möglichkeiten und tragen dazu bei, dass der Bund FeG auch für die kommenden Generationen lebendig und zukunftsfähig bleibt.“
„Hinter jeder Zahl stehen Menschen, die Glauben entdecken, Gemeinschaft erleben, sich taufen lassen oder sich auf den Weg machen, eine neue Gemeinde zu gründen. Das macht uns Freude, ermutigt uns und bestätigt uns darin, weiter in Gemeindegründung und in die Zukunft unserer Gemeinden zu investieren.“
Investieren: Gründung und Zukunft der Gemeinden
Die aktuellen Zahlen der FeG-Gemeindestatistik zeichnen damit ein insgesamt positives Bild: Die Zahl der Gemeinden steigt, die Mitgliederzahlen erholen sich, immer mehr Menschen finden zum Glauben. Die Zahl der Taufen nimmt deutlich zu und das gottesdienstliche Leben hat sich nach den Coronajahren weitgehend erholt.
Für den Geschäftsführer sind die Zahlen deshalb vor allem Anlass für Freude, Dankbarkeit und Ermutigung – aber zugleich ein Auftrag, weiterzugehen: „Wir sind dankbar für das, was in unseren Gemeinden geschieht. Wir haben die Corona-Delle überwunden – und das ist gut. Aber wir wollen mehr. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, die Glauben entdecken, Gemeinschaft erleben, sich taufen lassen oder sich auf den Weg machen, eine neue Gemeinde zu gründen. Das macht uns Freude, ermutigt uns und bestätigt uns darin, weiter in Gemeindegründung und in die Zukunft unserer Gemeinden zu investieren.“
Artur Wiebe | Referent für Medien und Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher | presse.feg.de
Download Pressemitteilung
* Hinweis zur Datengrundlage
Die Angaben stammen aus der internen Gemeindestatistik des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Die Mitgliedsgemeinden werden alle zwei Jahre gebeten, ihre aktuellen Daten zu melden. Die eingehenden Angaben werden anschließend einer Plausibilitätsprüfung unterzogen und den jeweils zuständigen Regionalverantwortlichen zur Durchsicht vorgelegt. Erst danach wird das Datenmaterial aufbereitet und ausgewertet. Die hier genannten Werte beziehen sich auf den Datenstand 31. Dezember 2025.
FeG Deutschland | Fakten
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG) wurde 1874 gegründet und besteht aus 504 selbstständigen Ortsgemeinden mit insgesamt 40.933 Mitgliedern. Er ist mit der Evangelischen Allianz in Deutschland verbunden und Mitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Witten. Präses ist seit 2024 Henrik Otto.
- Webseite Bund FeG | https://feg.de
- Fakten zu Bund FeG | https://fakten.feg.de