Zusammenkommen, reden und beten

Am 12. Januar startet die Allianzgebetswoche der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD). In vielen Kirchengemeinden hat diese Gebetswoche zum Jahresauftakt ihren festen Platz im Gemeindekalender. Seit 1846 treffen sich Gläubige quer durch die Kirchenlandschaft zu gemeinsamen Veranstaltungen und zum Beten. An einigen Orten sind auch katholische Gemeinden mit dabei. Auch wenn es Unterschiede in den Bekenntnissen und der christlichen Lebenspraxis gibt, will die Allianzgebetswoche ein Zeichen setzen, wie die Verantwortlichen aus der Zentrale im thüringischen Bad Blankenburg betonen: »Christen kommen zusammen, reden und beten miteinander, ermutigen sich gegenseitig und engagieren sich gemeinsam für gelebte Einheit.« Erwartet werden an rund 900 Orten in ganz Deutschland rund 300.000 Besucher der verschiedenen Veranstaltungen.

Die Gebetswoche steht unter dem Motto »Miteinander Hoffnung leben«. Im internationalen Kontext findet sie bereits zum 179. Mal statt. »In diesen vielen Jahren war sie immer ein Segen und jedes Jahr überraschend neu«, schreiben die Veranstalter und betonen weiter: »Dieser Tradition bleiben wir treu: Gemeinsam beten und darüber hinaus Zeit miteinander verbringen, um an Geist, Seele und Leib gestärkt das neue Jahr zu beginnen – in Einheit.« Der gemeinsame Termin ist weltweit für die Woche vom 12. bis 19. Januar festgelegt. Für Reinhardt Schink, einer der beiden EAD-Vorstände, ist dieses landesweite gemeinsame Beten »ein Hoffnungssignal für unser Land«.

Direkt an die Allianzgebetswoche schließt sich die Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen an. Diese wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) veranstaltet und steht unter dem Motto »Glaubst du das?«. In Fortführung der seit einigen Jahren praktizierten Verbundenheit der beiden veranstaltenden Organisationen findet am Sonntag, dem 19. Januar, ein gemeinsamer Aktionstag statt.

Zusammen mit den lokalen Gruppen der ACK und der Evangelischen Allianz aus Velbert und Essen findet ein Pilgerweg über sechs Stationen statt. Dieser startet nach dem Abschlussgottesdienst der Allianzgebetswoche in Velbert und führt zur Auftaktveranstaltung der Gebetswoche für die Einheit der Christen im Essener Dom. Der gut fünf Kilometer lange Pilgerweg führt zunächst an sechs Stationen zum Innehalten, Gespräch und gemeinsamen Gebet. Die restliche Strecke nach Essen wird mit der Bahn zurückgelegt.

Die Materialien der Gebetswochen wurden in den jeweiligen italienischen Partnerorganisationen der beiden Veranstalter vorbereitet. Die ökumenische Gebetswoche erinnert dabei an das Erste Ökumenische Konzil von Nizäa, das vor 1700 Jahren in Nicäa, einem heute in der Türkei gelegenen Ort, stattfand und wichtige Grundlagen für den christlichen Glauben legte.

 

Weiterführende Links

Begleitheft zur Allianzgebetswoche (PDF)
Materialien zur Allianzgebetswoche 
Ideen für die Allianzgebetswoche
Informationen und Materialien zur Ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen
Informationen zum Pilgerweg am Aktionstag, 19. Januar 

Mehr erfahren (externer Link)

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