29.09.2023
Evangelisch-methodistische KircheFreier Weg für eine gemeinsame Zukunft
Die Krankenhäuser Martha-Maria und St. Theresien werden sich zusammenschließen. Das haben die Aufsichtsgremien beider Träger nach intensiver Prüfung beschlossen. Damit folgen sie den Empfehlungen der Arbeitsgruppen, die seit dem Frühjahr die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses geprüft hatten. Laut einer Pressemitteilung hätten die intensiven Beratungen in gemeinsamen Arbeitsgruppen der beiden Einrichtungen gezeigt, dass der Zusammenschluss »deutlich mehr Chancen als Risiken« biete. Der rechtliche Zusammenschluss ist für 2024 geplant. Die Geschäftsführung wird von beiden Trägern gestellt.
Hans-Martin Niethammer, der Vorstandsvorsitzende des Diakoniewerks Martha-Maria, freut sich, »dass die Aufsichtsgremien beider Träger mit großer Überzeugung einem Zusammenschluss zugestimmt haben.« Damit sei »der Weg frei für eine gemeinsame Zukunft des Krankenhauses Martha-Maria Nürnberg und des St. Theresien-Krankenhauses Nürnberg.«
Der Hauptgeschäftsführer der »Trägergesellschaft für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser« (TGE), Rainer Beyer, sieht in dem Zusammenschluss die Chance, die Zukunft angesichts großer Herausforderungen im Gesundheitsbereich selbst zu gestalten. »Gerade in Zeiten großer Herausforderungen und der anstehenden Krankenhausreform wollen wir agieren, statt nur zu reagieren.« Gemeinsam seien die beiden Häuser deutlich besser für die Zukunft gerüstet.
Mit dem Zusammenschluss eines evangelisch-methodistischen und eines römisch-katholischen Krankenhauses sei ein ökumenisches Modell geschaffen, das den Klinikverbund von anderen Kliniken im Raum Nürnberg deutlich abhebt. »Bei uns steht die Fürsorge für den Menschen im Mittelpunkt«, erklärt Niethammer die auf gemeinsamen Werten basierende Partnerschaft. Beide Seiten seien davon überzeugt, den Versorgungsauftrag im Geiste christlicher Nächstenliebe gemeinsam besser erfüllen zu können als allein, betont auch Niethammers Gegenüber, Beyer: »Wenn wir von ›Gemeinsam‹ sprechen, bezieht das in unserem Verständnis alle Mitarbeitenden mit ein, die in beiden Häusern eine hervorragende Arbeit leisten und gern bei uns arbeiten.« Deshalb würden die Mitarbeiter der beiden Häuser in den kommenden Monaten intensiv in die Prozesse eingebunden, »um als großes Team das christliche Krankenhaus der Zukunft zu gestalten«.