»Das verändert alles!«

Die biblische Jahreslosung zitiert Jesus, der niemanden abweise. Was das angesichts Erfahrungen des Abgewiesenwerdens bedeute, erklärt Bischof Rückert.

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) bietet im Rahmen ihres Internetauftritts eine wöchentliche Andacht an. Ergänzt wird dieser biblische Impuls mit Gebetsanliegen, die jeweils einem Arbeitsbereich der Kirche in Deutschland zugeordnet sind. Zum Auftakt des Jahres legt Harald Rückert, der für die EmK in Deutschland zuständige Bischof, die Jahreslosung aus.

Abweisung wegen Corona

»Wie lange wird sie« – die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen – »im neuen Jahr noch fortdauern?«, fragt der Bischof angesichts Zugangshindernisse während der verschiedenen Infektionswellen. Rückert verbindet diese Erfahrungen des Abgewiesenwerdens mit der biblischen Jahreslosung, die dem Johannesevangelium entnommen ist. Dort wird Jesus mit der Aussage zitiert: »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.« (Johannesevangelium Kapitel 6 Vers 37)

Abweisung als bittere Erfahrung

Abgewiesenwerden werde nicht nur in Deutschland während der Pandemie erlebt. Es sei, so Rückert, »eine bittere Erfahrung von Menschen«, die sich auf der Flucht befänden und an unüberwindbare Grenzen stießen. Außerdem müssten weltweit Menschen erleiden, »dass ihnen der Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung oder Bildung verwehrt ist«.

Rückhaltlose Annahme durch Jesus

Jesus weise niemanden ab, alle seien willkommen. Wer zu ihm komme, erfahre »ungeteilte Zuwendung und rückhaltlose Annahme«. Bei ihm würden der Hunger und der Durst nach Leben gestillt. »Das verändert alles!«, erklärt Rückert die Bedeutung dieser Aussage von Jesus. Wer diese Erfahrung selbst gemacht habe, könne nicht anders handeln, »als das mit anderen zu teilen«.

Ein Angebot zum Innehalten

Diese Andacht zur Jahreslosung ist Teil des wöchentlichen Angebots »Impuls zur Woche«, das auf der Startseite des EmK-Internetauftritts zu finden ist. Jeden Montag wird der für den darauffolgenden Sonntag vorgeschlagene biblische Predigttext ausgelegt. Damit soll im Rahmen des informationslastigen Internetauftritts der Kirche auch ein meditativer Einstieg und Zeit zum Innehalten ermöglicht werden. An der Auslegung biblischer Texte beteiligen sich zwölf Werke sowie sieben Superintendenten und zwei Superintendentinnen aus allen in Deutschland wirkenden Arbeitsbereichen der Evangelisch-methodistischen Kirche.

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