15.08.2021
Evangelisch-methodistische KircheAusgezeichnetes soziales Engagement
Am Sonntag, dem 8. August, fand die Preisverleihung des 30. Förderpreises für soziales Engagement der »Plansecur Stiftung« statt. Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde der Einsatz von Karsten Mohr und den Mitarbeitern des Bethanien-Jugendzentrums Insel-Arche und die Arbeit der letzten Jahre gewürdigt. Das Kinder- und Jugendzentrum wurde von der Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) im südlich der Stadtmitte gelegenen Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg gegründet und seit zwei Jahren in Kooperation mit der Bethanien-Diakonissen-Stiftung betrieben.
Förderung des Selbstwertgefühls
Maria Grützke, Plansecur-Beraterin aus Bremen, hob in ihrer Laudatio vor allem die Ermutigung zur Partizipation und die Förderung des Selbstwertgefühls der Kinder in der Insel-Arche besonders hervor. »Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auszuprobieren, eigene Entscheidungen zu treffen, groß zu denken und Ziele zu entwickeln«, sei eines der übergeordneten Ziele der Insel-Arche. Dies mache sich in den vielfältigen Angeboten des Kinder- und Jugendzentrums bemerkbar.
Wie ein zweites Zuhause
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Plansecur-Stiftung jährlich an »Vorbilder für Nächstenliebe« verliehen. Maßgeblich für die diesjährige Preisverleihung an die Insel-Arche war in der Bewertung durch den Stiftungsvorstand, dass die Gemeinde sich in den Anfängen des Kinder- und Jugendzentrums für ein diakonisches Zukunftskonzept entschieden hat. Die Kinder des die Gemeinde umgebenden Stadtteils finden in der Insel-Arche ein zweites Zuhause, in dem sie sich angenommen, aufgehoben und wertgeschätzt fühlen. Diesen Grundgedanken führt heute die Bethanien-Diakonissen-Stiftung als Trägerin weiter. Im Rahmen der Preisverleihung erhielt zudem Karsten Mohr, Pastor der EmK und ehemals für die Gemeinde in Wilhelmsburg zuständig, den Glaskunstpreis »Von Herzen zugeneigt«.
Mehr Einbeziehung der Familien geplant
Der Stadtteil Wilhelmsburg ist mit seinen über 50.000 Bewohnern einer der sozialen Brennpunkte der Stadt. Weniger als dreißig Prozent der Bewohner haben eine sozial-versicherungspflichtige Beschäftigung, sechzig Prozent haben einen Migrationshintergrund, von denen achtzig Prozent unter 18 Jahren alt sind. Deshalb sehen die Planungen der Insel-Arche vor, noch mehr zu einem integrativen Ort der Begegnung für diesen Stadtteil zu werden. Dazu sollen auch die Familien der Kinder stärker eingebunden werden. Geplant sind beispielsweise gemeinsame Kochabende, in denen die Familien auch ihre eigenen kulturellen Bräuche oder Speisen vorstellen können und so das Miteinander im Stadtteil zu fördern.