UNESCO-Welterbe-Jury besucht Herrnhut

Eine aus sechs Mitgliedern bestehende, internationale »Welterbe-Jury« war in den vergangenen Tagen in Herrnhut. Die UNESCO-Berater vom Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) wollten sich im Zuge der Welterbe-Bewerbung ein Bild von der Stadt machen. Die Experten, welche unter anderem aus Schweden, Dänemark, Irland und den USA kamen, nahmen an einer Andacht gemeinsam mit rund 50 Gemeindemitgliedern im Herrnhuter Kirchensaal teil. Außerdem gab es ein Treffen zur Auswertung des Besuches im Sitzungssaal des Vogtshofes. Angesehen hatten sie sich vorher neben den Bewerbungsunterlagen Teile der Stadt - im wesentlichen Herrnhuts Kern und das Schlossareal in Berthelsdorf. 
Die Welterbe-Nominierung umfasst neben Herrnhut die historischen Siedlungen der Brüdergemeine in Bethlehem / PA. (USA) und Gracehill (Nordirland / Vereinigtes Königreich). Es handelt sich um einen Antrag zur Erweiterung der bereits eingetragenen Welterbestätte Christiansfeld. Gemeinsam repräsentieren die vier Herrnhuter Siedlungen das weltweite Phänomen der brüderischen Siedlungsarchitektur. Die Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine in Christiansfeld wurde im Jahr 2015 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

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