Hirtenwort der Bischöfe der weltweiten Brüder-Unität
Die Unitätsweite Bischofskonferenz, die vom 15. bis 22. März in Doorn (bei Zeist/NL) zusammenkam, hat einen Hirtenbrief an die Gemeinden der weltweiten Brüder-Unität verabschiedet.
Die 20 Bischöfe und eine Bischöfin schreiben darin: »Wir haben den Reichtum und die Vielfalt der weltweiten Brüder-Unität erlebt. Wir haben gemeinsam gebetet und einander in die Augen geschaut; dabei fanden wir die Offenheit, die nötig ist, um Barrieren der Sprache, Kultur und Geschichte zu überwinden.«
Sie hätten sich jedoch auch der Realität gestellt, dass es »auch Schlimmes in der weltweiten Brüder-Unität und unter allen Kindern Gottes« gibt. So beschäftigten sich die Bischöfe mit Berichten über strukturelle Ungerechtigkeiten, Korruption und das Nicht-Funktionieren ganzer Gesellschaften, über Kriege, Gewalt und Unterdrückung gegen Frauen und Kinder sowie über moderne Sklaverei. Die Armen, die am wenigsten zum menschengemachten Klimawandel beigetragen haben, litten am meisten. Auch Spaltungen innerhalb der Brüder-Unität seien zur Sprache gekommen. »Wir sagen klar und deutlich: All das ist gegen den Willen Gottes! Wir beten, dass Gott uns die Augen und die Herzen öffnet, wo und wie wir in diese Dinge verwickelt sind, und uns die Gnade und die Kraft gibt, uns mit Gottes Wollen in Einklang zu bringen.«
Die Bischöfe danken den Gemeinden und ermutigen sie, ihre Stimme zu erheben gegen Ungerechtigkeit und Zerstörung, und nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, die zur Wiederherstellung von Gottes Schöpfung und zu funktionierenden Gesellschaften führen. »Auf diese Weise können wir einen Pilgerweg der Gnade zur Heilung …« beschreiten.
Internationale Bischofskonferenzen der Brüder-Unität finden aller sieben Jahre statt in Vorbereitung auf eine Unitätssynode. Diese wird im September 2023 in Südafrika stattfinden.
Der volle Wortlaut des Hirtenbriefes hier in Deutsch und in Englisch.