04.06.2026
Bund Evangelisch-Freikirchlicher GemeindenEhemaliger Bundesdirektor Gerd Rudzio verstorben
Pastor i. R. Gerd Rudzio ist am 25. Mai im Alter von 92 Jahren verstorben. Über viele Jahrzehnte engagierte er sich im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden als Pastor, Bundesdirektor und geistlicher Begleiter zahlreicher Menschen. „Für Gerd Rudzio stand aus tiefster Herzensüberzeugung das Evangelium der Gnade und Hoffnung durch Jesus Christus im Mittelpunkt seines Dienstes“, schreiben BEFG-Präsidentin Natalie Georgi und Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann in ihrem Nachruf. Den BEFG prägte er „mit großer Verlässlichkeit, ruhiger Sachlichkeit und klarer Orientierung.“ Zugleich wurde er als aufmerksamer Gesprächspartner, kluger Vermittler und Mensch mit Humor und Herzenswärme geschätzt. [Nachruf als PDF herunterladen]
Nachruf auf Gerd Rudzio
* 27. Juli 1933 † 25. Mai 2026
Pastor i.R. Gerd Rudzio, ehemaliger Bundesdirektor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), ist am Pfingstmontag, dem 25. Mai, im Alter von 92 Jahren verstorben.
Gerd Rudzio wurde am 27. Juli 1933 in Lyck (ehemals Ostpreußen) als Sohn gläubiger Eltern geboren. Die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Neuanfang prägten seine Kindheit und Jugend. Nach einigen Jahren in seiner Geburtsheimat kam die Familie im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg zunächst nach Itzehoe und später nach Solingen, wo sie eine neue Heimat fand. In dieser Zeit empfing Gerd Rudzio seine klare Berufung zum Predigtdienst. Er begann daraufhin seine Ausbildung am Theologischen Seminar Hamburg-Horn.
Nach seiner Hochzeit mit Gerlinde Rudzio, geborene Mascher, begann er 1960 seinen Dienst als Pastor in Düsseldorf. Weitere Stationen seines Gemeindedienstes waren Tübingen, München und Marburg. Besonders der Dienst in München stellte damals eine große Herausforderung dar, da zahlreiche Stationsgemeinden in einem weiten Radius betreut werden mussten. Mit großem Engagement, organisatorischem Geschick und geistlicher Leidenschaft nahm er diese Aufgabe wahr.
Von 1985 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1996 versah Gerd Rudzio seinen Dienst als Bundesdirektor unseres Bundes – zunächst gemeinsam mit Manfred Otto, später im Team mit Eckhard Schaefer. In dieser Aufgabe prägte er unseren Bund mit großer Verlässlichkeit, ruhiger Sachlichkeit und klarer Orientierung. Er war ein guter Verwalter, zielstrebig, durchsetzungsstark und zugleich ein ausgeprägter Teamplayer, der flexibel auf neue Herausforderungen reagieren konnte.
International engagierte sich Gerd Rudzio im Baptistischen Weltbund (BWA) und der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF). Ebenso lag ihm die Hans-Herter-Indienhilfe sehr am Herzen. Viele Jahre gehörte er dem Aufsichtsrat des damaligen Diakoniewerks Bethel an. Darüber hinaus leitete er über Jahrzehnte den damaligen Vermittlungsausschuss des Bundes und war vielen Pastorinnen und Pastoren als vertrauensvoller Gesprächspartner und seelsorgerlicher Begleiter ein wichtiger „Vertrauensbruder“.
Seine Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter nahmen Gerd Rudzio als einen Menschen wahr, der anderen freundlich, fröhlich und zugewandt begegnete. Er hatte Humor und oft einen passenden Spruch auf den Lippen. Man konnte immer mit ihm reden. Er hörte aufmerksam zu, suchte das Verbindende und baute Brücken – zwischen Generationen, Gemeinden und unterschiedlichen geistlichen Prägungen innerhalb unseres Bundes.
Für Gerd Rudzio stand aus tiefster Herzensüberzeugung das Evangelium der Gnade und Hoffnung durch Jesus Christus im Mittelpunkt seines Dienstes. Sein Glaube war geprägt von einer konservativen, werteorientierten und evangelistischen Grundhaltung. Er nahm seinen Auftrag, Menschen für Gott zu gewinnen, sehr ernst und blieb diesem Anliegen bis ins hohe Alter treu verbunden.
Seiner Frau Gerlinde, seinen Kindern und allen Angehörigen sprechen wir unsere tiefe Anteilnahme aus.
Im Namen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
Pastorin Natalie Georgi (Präsidentin) und Pastor Dr. Maximilian Zimmermann (Generalsekretär)
Die Trauerandacht findet statt am Freitag, dem 5. Juni um 10 Uhr in der Kreuzkirche, Eichenstraße 15 in 26131 Oldenburg. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof Eversten, Zietenstraße 6, 26131 Oldenburg.