Ehemaliger BEFG-Präsident Emanuel Brandt gestorben

Der frühere Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), Emanuel Brandt, ist am 14. Januar 2026 im Alter von 75 Jahren gestorben. Brandt war von 2007 bis 2009 Präsident des BEFG und prägte den Bund darüber hinaus durch vielfältiges kirchliches und diakonisches Engagement. In ihrem Nachruf würdigen BEFG-Präsidentin Pastorin Natalie Georgi und Generalsekretär Pastor Christoph Stiba Emanuel Brandt als Persönlichkeit, die den Bund „mit Leidenschaft, Integrität und Liebe zur Gemeinde mitgestaltet hat“. In dankbarer Erinnerung bleibe er zudem für „seine Klugheit, seine Wortgewandtheit, seinen Weitblick und seine Fähigkeit, Menschen zu vernetzen“. Bezugspunkt und Grundlage seiner Tatkraft seien „die Liebe, die er von Jesus in seinem Leben erfahren hatte und seine Liebe zu Jesus“ gewesen. [Nachruf als PDF herunterladen]

Nachruf auf Emanuel Brandt


* 20. Oktober 1950         † 14. Januar 2026

Emanuel Brandt, ehemaliger Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG), ist am 14. Januar im Alter von 75 Jahren gestorben. 

Emanuel Brandt wurde am 20. Oktober 1950 als eins von insgesamt sieben Kindern von Herta und Edwin Brandt in Northeim geboren und wuchs in Oldenburg/O., und Berlin auf. Er absolvierte ein Jura-Studium in Berlin und arbeitete als Rechtsanwalt bei Esso in Hamburg. Ab 1987 war er im Hauptamt langjähriger Verwaltungsdirektor und ab 1997 Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Tabea in Hamburg. Von 2007 bis 2009 war Brandt im Ehrenamt Präsident des BEFG. Darüber hinaus engagierte er sich ehrenamtlich sowohl in der Gemeindearbeit als auch in vielen verschiedenen Gremien innerhalb und außerhalb des BEFG. So war er über viele Jahre Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz, Vorsitzender des Verbands Freikirchlicher Diakoniewerke und stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Rats des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

Emanuel Brandt war sehr weit vernetzt und verfügte über ein tiefes Verständnis der Strukturen und Dynamiken der Kirchenlandschaft in Deutschland. Sein Rat und seine Mitwirkung waren in zahlreichen Entscheidungsprozessen gefragt, und sein Einfluss in kirchenpolitischen Fragen war spürbar. 

Das diakonische Engagement war ihm – sowohl im beruflichen Kontext als auch im Ehrenamt – stets ein Herzensanliegen. Er bezeichnete „Mission und Diakonie als zwei Seiten einer Münze“ und brachte damit zum Ausdruck, dass für ihn die Weitergabe des Glaubens und der konkrete Dienst am Menschen untrennbar zusammengehören und gemeinsam einen wesentlichen Ausdruck christlicher Verantwortung in Kirche und Gesellschaft bilden.

Emanuel Brandt strahlte ein erkennbares Vertrauen auf Gottes Führung aus mit einem klaren Blick für die Herausforderungen seiner Zeit. Dabei betonte er die Bedeutung verbindlicher Gemeinschaft, in der Glaube gelebt, Hoffnung weitergegeben und diakonisches Handeln als Antwort auf Gottes Liebe erfahrbar wird. Sein Engagement galt daher nicht nur der inneren Stärkung der Gemeinden, sondern auch der Öffnung der Freikirche für gesellschaftliche Fragen und für ein glaubwürdiges christliches Zeugnis in Wort und Tat. Als überzeugter Freikirchler war ihm dabei stets an einem geschwisterlichen Miteinander der Kirchen in der Ökumene gelegen, in der er das eigene Profil der baptistischen Tradition bewusst und konstruktiv einbrachte.

Bei seiner Wahl zum Präsidenten des BEFG im Bundesrat 2007 sagte Emanuel Brandt, dass er froh sei, dass seine Eltern ihm „Jesus lieb gemacht“ hätten. Die Liebe, die er von Jesus in seinem Leben erfahren hatte, und seine Liebe zu Jesus waren ihm zeitlebens wichtig sowie Bezugspunkt und Grundlage seiner Tatkraft. Sein tiefes Vertrauen zu Jesus und in Gottes Führung bleiben uns Vorbild.

Wir behalten Emanuel Brandt in dankbarer Erinnerung für seine Klugheit, seine Wortgewandtheit, seinen Weitblick und seine Fähigkeit, Menschen zu vernetzen – und dafür, dass er unseren Bund mit Leidenschaft, Integrität und Liebe zur Gemeinde mitgestaltet hat.

Seiner Frau Karla, seinen Kindern und allen Angehörigen sprechen wir unsere tiefe Anteilnahme aus.

Im Namen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden

Pastorin Natalie Georgi (Präsidentin) und Pastor Christoph Stiba (Generalsekretär)

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, um 12 Uhr in der Christuskirche Garstedt (Kirchenstraße 12, 22848 Norderstedt) statt.

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