24.05.2026
Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer GemeindenChristlich-Muslimische Friedensinitiative warnt vor religiöser Feindschaft
Die Christlich-Muslimische Friedensinitiative in Deutschland (CMFD) hat anlässlich des Tags des Grundgesetzes am 23. Mai an den Schutz der Menschenwürde und der Religionsfreiheit erinnert. In einer Presseerklärung verweist die Initiative auf die Artikel 1, 3 und 4 des Grundgesetzes. Die dort formulierten Rechte seien eine Grundlage des inneren Friedens in Deutschland.
Der im Grundgesetz verankerte Säkularismus bedeute keine Distanzierung von Religion, sondern eine „gleichmäßige Offenheit gegenüber allen Religions- und Glaubensgemeinschaften“, heißt es in der Erklärung. Zur Würde des Menschen trage seine religiöse Überzeugung in hohem Maße bei.
Anlass der Stellungnahme sind nach Angaben der CMFD zahlreiche Übergriffe gegen religiöse Institutionen, besonders gegen muslimische und jüdische Einrichtungen, sowie offen gezeigte Feindschaft gegen religiöse Gruppen. Die Initiative sehe es deshalb als wichtig an, auf die mit dem Grundgesetz eingegangene Verpflichtung des deutschen Volkes hinzuweisen.
Die CMFD ist ein loser Zusammenschluss christlicher und muslimischer Gemeinschaften. Dazu gehören unter anderem das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee (DMFK), die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), die Islamische Gemeinschaft Millî Görü?, der Versöhnungsbund, pax christi deutsche Sektion und der Zentralrat der Muslime in Deutschland. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam zum Frieden innerhalb der Gesellschaft beizutragen.