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Statement zum Spiegel-Artikel „Halleluja! Keine Masken!“ von Felix Bohr

Sehr pauschal ist in dem Artikel von Freikirchen die Rede. Die Gemeinde von Christian Stockmann gehört keiner der Mitgliedskirchen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) an. Die im Spiegel-Ar

HOPE MEDIA DAY in diesem Jahr als Live-Online-Event

Der diesjährige Medientag HOPE MEDIA DAY des adventistischen Medienzentrums Hope Media Europe in Alsbach-Hähnlein findet am 8. November von 9:00 – 17:30 Uhr als Live-Online-Event statt. Eingeladen sin

"Nein, die meisten Evangelikalen gehen nicht zu sorglos mit Corona um"

„Nein, (die meisten) Evangelikalen gehen nicht zu sorglos mit Corona um.“ Das ist das Fazit von Frank Uphoff, Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, in einem Beitrag für die Evangelis

In Vertrauen und Hoffnung investieren

Jahreskonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche in OstdeutschlandDie Ostdeutsche Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) tagte vom 9. bis 11. Oktober im sächsischen Ann

Bericht vom Auftakt in Hamburg: 500 Jahre Täuferbewegung

Ein ökumenischer Gottesdienst am 10. Oktober in Hamburg bildete den Auftakt zum Gedenken an 500 Jahre Täuferbewegung. Fünf Themenjahre stehen bis 2025, dem Gedenken an die erste täuferische Glaubensta

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Erklärungen

Wort der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zum Massaker in Norwegen

Frankfurt, den 27. Juli 2011

Beten für die Menschen in Norwegen

Erschüttert blicken wir nach Norwegen. Am 22. Juli 2011 tötete Anders Behring Breivik dort mindestens 76 Menschen. Mit den Betroffenen in Norwegen und Menschen in aller Welt teilen wir das Entsetzen über diese Tat und trauern um die Toten. In vielen freikirchlichen Gottesdiensten wurde am Sonntag nach dem Massaker spontan für die Betroffenen gebetet. Als Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen bitten wir unsere Gemeinden, auch weiterhin für die Angehörigen und Freunde der Opfer und für die verletzten und traumatisierten Jugendlichen zu beten. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gehören allen Menschen in Norwegen, die Grundlagen ihrer Gesellschaft in Frage gestellt sehen.
 
Der Täter will sich verstehen als Retter einer „europäisch-christlichen Kultur“. Er bedient sich dabei eines Begriffes, den auch andere nutzen. Oft nährt dieser die Ablehnung, wird missbraucht, um die Angst bis hin zum Hass gegen "das Fremde", zu rechtfertigen. "Das Fremde" sind dann aber auch Menschen. Für diesen Hass, wie er in dem Massaker seinen Menschen verachtenden tödlichen Ausdruck fand, gibt es aber keine Rechtfertigung.

Als christliche Kirchen in Europa und in aller Welt, als Christinnen und Christen bekennen wir uns zu Jesus Christus, dem Versöhner. An ihn glauben wir, ihm vertrauen wir und sein Leben ist der Maßstab unseres Lebens. Die Liebe zu Gott und den Menschen ist das Zentrum dieses Glaubens und Vertrauens. Sie ist der Maßstab dessen, was wir unter christlicher Nachfolge verstehen. Diese Liebe gilt ausdrücklich auch dem Fremden. Das Gebot der Nächstenliebe verpflichtet uns, den Schwachen und Bedürftigen beizustehen und das Wohl aller Menschen zu suchen.
 
Als Vereinigung Evangelischer Freikirchen weisen wir darum auch in dieser besonderen Situation auf Christus hin. Zu ihm laden wir ein, weil wir in ihm die Liebe Gottes zu allen Menschen erkennen. Sie gilt uns und hat keine Grenzen. Wer Menschen verletzt und tötet, wie Anders Breivik es tat, kann sich nicht auf Christus berufen. Eine solche Tat ist vielmehr eine besonders schändliche Form der Gotteslästerung.
Wir unterstreichen darüber hinaus, dass es seit Gründung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen unser gemeinsames Anliegen war und weiterhin ist, für Religionsfreiheit in unserem Land und weltweit einzutreten. Dieses Anliegen schließt Gastfreundschaft für Menschen aus anderen Kulturen und Religionen ein. Wir bitten unsere Gemeindeglieder, sich auch in unserem Land für Nächstenliebe und ein liebevolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft einzusetzen.