Vorstand & Beauftragte

Arbeitsgruppen

Aktuelles

Ein Traum verändert die Welt

Am 9. und 10. Februar fanden in der ausverkauften Essener Grugahalle die zwei Uraufführungen des Chormusicals „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ statt. Rund 2.400 Sängerinnen und Säng

Mennonitisches Hilfswerk fordert Solidarität mit Seenotrettern

Das Mennonitische Hilfswerk e.V. unterstützt seit Anfang 2017 die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye e.V.. Etliche Christen/innen aus mennonitischen Gemeinden haben an Rettungseinsätzen im

Gut aufgestellt für die Zukunft

Die Evangelisch-Freikirchliche Immanuel Albertinen Diakonie feierte ihre Gründung Ende Januar mit einem Festakt in Hamburg sowie einem Festgottesdienst in Berlin mit mehr als 1.000 Gästen.Anfang des

„Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525-2025“

2025 jährt sich die erste täuferische Glaubenstaufe von 1525 in Zürich zum 500. Mal. Aus diesem Anlass bereitet eine Arbeitsgruppe, zu der Vertreter der Mennoniten, der Baptisten und der Arbeitsgeme

Im Schatten der Reformation

Kirchliche Minderheiten wurden lange ausgegrenzt. Der Theologe Karl Heinz Voigt zeichnet ihre Geschichte nach. Lesenswert, sagt der Historiker Michael Wetzel.

» Alle aktuellen Nachrichten
» Zum Archiv

Erklärungen

Wort der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zum Massaker in Norwegen

Frankfurt, den 27. Juli 2011

Beten für die Menschen in Norwegen

Erschüttert blicken wir nach Norwegen. Am 22. Juli 2011 tötete Anders Behring Breivik dort mindestens 76 Menschen. Mit den Betroffenen in Norwegen und Menschen in aller Welt teilen wir das Entsetzen über diese Tat und trauern um die Toten. In vielen freikirchlichen Gottesdiensten wurde am Sonntag nach dem Massaker spontan für die Betroffenen gebetet. Als Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen bitten wir unsere Gemeinden, auch weiterhin für die Angehörigen und Freunde der Opfer und für die verletzten und traumatisierten Jugendlichen zu beten. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gehören allen Menschen in Norwegen, die Grundlagen ihrer Gesellschaft in Frage gestellt sehen.
 
Der Täter will sich verstehen als Retter einer „europäisch-christlichen Kultur“. Er bedient sich dabei eines Begriffes, den auch andere nutzen. Oft nährt dieser die Ablehnung, wird missbraucht, um die Angst bis hin zum Hass gegen "das Fremde", zu rechtfertigen. "Das Fremde" sind dann aber auch Menschen. Für diesen Hass, wie er in dem Massaker seinen Menschen verachtenden tödlichen Ausdruck fand, gibt es aber keine Rechtfertigung.

Als christliche Kirchen in Europa und in aller Welt, als Christinnen und Christen bekennen wir uns zu Jesus Christus, dem Versöhner. An ihn glauben wir, ihm vertrauen wir und sein Leben ist der Maßstab unseres Lebens. Die Liebe zu Gott und den Menschen ist das Zentrum dieses Glaubens und Vertrauens. Sie ist der Maßstab dessen, was wir unter christlicher Nachfolge verstehen. Diese Liebe gilt ausdrücklich auch dem Fremden. Das Gebot der Nächstenliebe verpflichtet uns, den Schwachen und Bedürftigen beizustehen und das Wohl aller Menschen zu suchen.
 
Als Vereinigung Evangelischer Freikirchen weisen wir darum auch in dieser besonderen Situation auf Christus hin. Zu ihm laden wir ein, weil wir in ihm die Liebe Gottes zu allen Menschen erkennen. Sie gilt uns und hat keine Grenzen. Wer Menschen verletzt und tötet, wie Anders Breivik es tat, kann sich nicht auf Christus berufen. Eine solche Tat ist vielmehr eine besonders schändliche Form der Gotteslästerung.
Wir unterstreichen darüber hinaus, dass es seit Gründung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen unser gemeinsames Anliegen war und weiterhin ist, für Religionsfreiheit in unserem Land und weltweit einzutreten. Dieses Anliegen schließt Gastfreundschaft für Menschen aus anderen Kulturen und Religionen ein. Wir bitten unsere Gemeindeglieder, sich auch in unserem Land für Nächstenliebe und ein liebevolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft einzusetzen.