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Das Ziel »als Kirche zusammenzubleiben« im Blick - Innerhalb der EmK zeichnet sich angesichts der Auseinandersetzungen um Homosexualität der Weg zu einem versöhnten Miteinander ab.

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Erklärungen

Vereinigung Evangelischer Freikirchen setzt sich für Kindeswohl ein

Wustermark, 23. April 2013

Kritik an undifferenzierter Studie zu elterlicher Gewalt

In einer ersten Reaktion haben führende Vertreter der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) scharfe Kritik an verallgemeinernden Aussagen in einer heute vorgestellten Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KfN) geäußert und den Einsatz der VEF-Mitgliedskirchen für das Kindeswohl hervorgehoben. In der Forschungsarbeit über „Christliche Religiosität und elterliche Gewalt“ resümieren die Autoren um Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Eltern, die einer evangelischen Freikirche angehören, würden ihre Kinder häufiger und mit zunehmender Religiosität auch härter körperlich bestrafen als Eltern, die zu Landeskirchen gehören. VEF-Präsident Ansgar Hörsting betonte, gewaltfreie Erziehung sei in der VEF Konsens, und in den Mitgliedskirchen gebe es zahlreiche erfolgreiche Projekte, die sich für das Kindeswohl und gegen jede Form von Gewalt und Missbrauch an Kindern einsetzen: „Die von Prof. Pfeiffer in Interviews vorgetragenen Beispiele für gewaltsame Erziehung sind uns zutiefst fremd.“

Zudem, so Hörsting weiter, sei die „freikirchliche Landschaft in Deutschland viel zu heterogen, als dass man alle Freikirchen über einen Kamm scheren“ könne. Peter Jörgensen, Beauftragter der VEF am Sitz der Bundesregierung, hob das Interesse der Vereinigung an differenzierten Ergebnissen hervor: „Seit Jahren bieten wir dem Institut unsere Kooperation an.“ Kurz vor der Veröffentlichung habe das KfN versprochen, für die notwendige Differenzierung zu sorgen, doch die Zusage sei nicht eingehalten worden: „Uns ist eine differenzierte Forschung vor allem deshalb so wichtig, weil diese dazu beitragen würde, tatsächlich an den richtigen Stellen Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor Übergriffen zu schützen. Dies ist aber anscheinend nicht vorwiegendes Interesse des KfN. Prof. Pfeiffer ist bekannt für zugespitzte Thesen. Das schadet allerdings dem Anliegen, basierend auf soliden und seriösen wissenschaftlichen Ergebnissen gemeinsam etwas gegen häusliche Gewalt zu unternehmen.“ Jörgensen nannte als Beispiele für erfolgreiche freikirchliche Kindes- und Jugendschutzkampagnen die Initiative „Sichere Gemeinde“ des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) und „Ein Notfallplan“ der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Auch BEFG-Präsident Hartmut Riemenschneider kritisierte die verallgemeinernden Aussagen der Studie und wandte sich ausdrücklich gegen eine „unpräzise Begrifflichkeit“. So werde „evangelisch-freikirchlich“ in der Forschungsarbeit als Synonym für alle evangelischen Freikirchen verwendet, was schlicht falsch sei: „Es handelt sich nicht um einen Gattungsbegriff, sondern um einen Wortlaut aus dem Namen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, einer Körperschaft, die sich ebenso wie alle VEF-Mitgliedskirchen von den beschriebenen gewaltsamen Erziehungspraktiken ausdrücklich distanziert.“