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Erklärungen

Mennoniten
24.07.2020, von mennonews.de

Freikirchler schreiben offenen Brief an Augsburger Oberbürgermeisterin

 

Brief an Oberbürgermeisterin Eva Weber wegen “Ritualen” beim Augsburger Hohen Friedensfest 2020

 

 

 

AUGSBURG – Alljährlich am 8. August feiert die ehemals Freie Reichsstadt Augsburg ihr Hohes Friedensfest. Und das seit 370 Jahren. Das Friedensfest entstand 1650 als Dankfest für das Ende des 30-jährigen Krieges. Damals wurden die Kirchenschlüssel an die Lutheraner zurückgegeben, die nun nicht mehr unter freiem Himmel Gottesdienst feiern mussten. Zwar war damit noch keine volle Religionsfreiheit verwirklicht: Reformierte, Schwenkfeldianer, Täufer und Juden hatten noch keinen paritätischen Status. Doch ein Anfang war gemacht. Nach dem 2. Weltkrieg beschloss der Bayerische Landtag das Augsburger Friedensfest zum gesetzlichen Feiertag im Augsburger Stadtgebiet zu machen.

 

 

 

Allerdings wird der weltweit einmalige

Feiertag für den Frieden 2020 unter Coronabedingungen begangen. Die große

Friedenstafel auf dem Rathausplatz, normal kommen mehr als 1000 Leute und

teilen Essen und trinken, ist abgesagt. Andere Veranstaltungen laufen in

kleinem Rahmen. Zum ökumenischen Gottesdienst in der Basilika St. Ulrich und St

Afra werden nur ein Bruchteil der möglichen Gäste eingelassen.

 

 

 

Auch inhaltlich hat sich das Friedensfest

nach Ansicht mancher Beobachter und Beteiligten weit von seinem Ursprung entfernt. So wurde das begleitende Kulturprogramm am 30. Juni durch ein Ritual

der Candomblé-Religion eröffnet. Die Tänzer eines Berliner Candomblé-Tempels

veranschaulichten damit Konflikt und Versöhnung zwischen Untergöttern des „Gottes

der Krankheit und der Heilung“ in. Auch sonst ist das diesjährige Programm

einigermaßen esoterisch okkult geprägt. So werden Orakel- oder Tarotkarten empfohlen

als  „Antworten auf innerste Fragen“. Die

historisch nicht belegte Verehrung der angeblichen Augsburger Göttin Cisa soll in

einer Kunstinstallation „Göttin Cisa – Sie ist bei uns“ wiederbelebt werden. In

einem „Workshop für Magie und Rituale im Alltag“ wird ein „Zauberlehrling

gesucht“.

 

 

 

Wolfgang Krauß, Vertreter der Augsburger Mennonitengemeinde in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und Delegierter der Freikirchen am städtischen Runden Tisch der Religionen (RTR), wandte sich am 15.7.20 in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Eva Weber. Sieben weitere freikirchliche ACK-Delegierte unterstützen den Brief.

Darin äußern sie ihr Befremden über die esoterisch geprägte Ausrichtung des von der Stadt Augsburg getragenen Friedensfestprogramms 2020 und beklagen dessen „Paganisierung“. Ritualkritik gehöre „zum Kern des Christentums, ja … jeder monotheistischen Religion. … Der genuin aufklärerische religiöse Impetus der abrahamitischen Religionen“ richte „sich gegen die Anbetung menschengemachter Götter und die Rituale ihrer Verehrung“.    

 

 

 

Das Friedensfest sei „zu wertvoll“, um es

„in eine beliebige esoterische Religiosität münden zu lassen“. Die multikulturelle

Öffnung des Festes solle nicht zurückgedreht werden. Vielmehr gelte es, diese

zu gestalten und am Gründungsereignis von 1650 und der daraus entstandenen

Tradition zu orientieren und zu entwickeln.

 

 

 

Die Mennonitengemeinde und die

Initiative „Die andere Reformation“ sind selbst mit einigen Veranstaltungen im

Programm vertreten.

 

 

 

Wolfgang Krauß

 

 

 

Offener Brief
Bericht von Wolfgang Krauß
Veranstaltungshinweise
Übersicht zum Kulturprogramm 

 


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