Vorstand & Beauftragte

Arbeitsgruppen

Aktuelles

Autozentrum unterstützt Hilfsorganisation ADRA mit Transportfahrzeug

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. hat vom Autozentrum Matthes für den Einsatz in den Secondhand-Läden ein Transportfahrzeug Marke Fiat Ducato erhalten. Mit d

ELThG2 - Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde in Neuauflage

Buchrezension: Heinzpeter Hempelmann, Uwe Swarat, Roland Gebauer, Wolfgang Heinrichs, Christoph Raedel, Peter Zimmerling (Hg.): (Neuausgabe), ELThG2 - Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde,

Schulen haben begonnen – adventistische Bekenntnisschulen nehmen Schulbetrieb auf

Mit dem Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg haben alle Bekenntnisschulen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland ihren normalen Schulbetrieb wieder aufgenommen, so Christia

Von einer Haltung des Mitgefühls leiten lassen

Kirchliche Organisationen beziehen Position für die Situation von Migranten und Flüchtlingen in Europa.

Die 175. Internationale Allianzgebetswoche findet statt

Auch wenn die aktuelle Situation für Januar 2021 noch nicht absehbar sei, so der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (EAD), Dr. Reinhardt Schink, rufe die EAD dazu auf, dass zur 175. A

» Alle aktuellen Nachrichten
» Zum Archiv

Erklärungen

VEF
25.03.2020, von Dr. Michael Gruber

Die Steigerung der Katastrophe verhindern

Geflüchtete in der Coronakrise nicht vergessen


Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) unterstützt die Forderung des Europäischen Parlaments, Flüchtlingslager zu evakuieren, um eine Ausbreitung von COVID-19 unter den Geflüchteten zu verhindern. Wir dürfen angesichts der Coronakrise unsere humanitäre Verantwortung nicht vergessen. Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregionen muss in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden.

Die VEF begrüßt und unterstützt alle weltweiten, europäischen und deutschen Bemühungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Wir beten, dass sie zum Erfolg führen.

Als besonders wichtig erachten wir, dass alles zum Schutz der Schwachen und Kranken getan wird, was möglich ist. Unsere diakonischen Einrichtungen und zahlreiche Nachbarschaftsinitiativen unserer Gemeinden in Deutschland sind diesem Auftrag verpflichtet.

Schwache und Kranke gibt es aber nicht nur in Deutschland. Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migrantinnen und Migranten in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios – dabei liegt deren Kapazität eigentlich nur bei rund 7.000 Plätzen. Rund 1.500 dieser Geflüchteten sind laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. Medial ist diese humanitäre Katastrophe fast in Vergessenheit geraten. Die Menschen sind aber immer noch da, und ihre Lebensumstände haben sich nicht verbessert. Sie sind nach wie vor inhuman. Menschen, die dort leben, sind dem Virus gegenüber vollkommen schutzlos. Sie können Anderen nicht einfach ausweichen. Ein Zwei-Meter Abstand ist für sie nicht umsetzbar. Eine adäquate medizinische Betreuung können sie nicht erwarten, da das Gesundheitssystem vor Ort nicht einmal für die lokale Bevölkerung ausreichen würde. Ein Ausbruch von COVID-19 in einem dieser Brennpunkte hätte katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit tausender Menschen.

Europa und Deutschland dürfen ihre Verantwortung für diese Menschen inmitten der Coronakrise nicht vergessen. Deshalb unterstützt die VEF die Forderung des Europäischen Parlaments, die Flüchtlingslager möglichst rasch zu evakuieren, um eine schnelle Ausbreitung von COVID-19 unter den dort lebenden Menschen zu verhindern. Nicht nur in Deutschland sind Kommunen bereit zu helfen. Wir bitten die politischen Verantwor-tungsträgerinnen und Verantwortungsträger, dass sie die Menschen in diesen Krisenherden am Rande Europas weiterhin im Blick behalten. Und wir fordern sie auf, zügig Lösungen zu finden, die eine Steigerung der Katastrophe durch das Coronavirus an diesen Orten verhindern. Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregio-nen muss in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden.

Die Bemühungen für die eigene Gesellschaft dürfen nicht dazu führen, dass andere Schwache und Kranke vergessen werden. Jesus sagte: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut ihnen auch.“ Matthäus 7,12

Wustermark, 25. März 2020
Der Vorstand


Zurück zu Aktuelles