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Mennoniten
01.06.2019, von mennonews.de

AMG-Mitgliederversammlung tagte und wählte neuen Vorstand

 

BACKNANG – Am 24. und 25. Mai fand die jährliche Mitgliederversammlung

der AMG (Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland) in

Backnang bei Stuttgart statt. In diesem Rahmen fanden auch wieder Vorstandswahlen

statt. Mit großem Dank aus der Versammlung wurden die ausscheidenden

Vorstandsmitglieder Volker Haury (Gemeinde Stuttgart), Ruth Raab-Zerger

(Weierhof) und Megan Rosenwink (Bammental) bedacht. Bestätigt in ihrem Amt

wurden Jan van Delden (Gronau), Rebecca Froese (Hamburg), Wolfgang Seibel

(Ludwigshafen) und Kurt Kerber (Sinsheim). Doris Hege (Frankfurt) wurde erneut

zur Vorsitzenden gewählt. Neue Vorstandsmitglieder sind Astrid von Schlachta

(Weierhof) und Hannah Rosenfeld (Hamburg).

 

 

 

Weitere Themen waren die sogenannten Exklusivpartikel (die vier Soli: allein durch Gnade, allein durch Glauben, allein Christus, allein die Schrift). Traditionellerweise berufen sich aus der Reformation hervorgegangene Kirchen als Teil der gemeinsamen Grundlage auf diese vier Punkte, so auch die AMG auf ihrer Webseite. Aus der Gemeinde Augsburg gab es nun den Antrag, dies online zu ändern, weil diese Kurzformeln in der Täuferbewegung nicht grundsätzlich geteilt worden seien und es Widerspruch und auch Ergänzungsbedarf dazu gab. Die Frage wurde kontrovers diskutiert. Der AMG-Vorstand wird als Ergebnis der Gespräche die dringende Bitte an die Theologischen Studientage richten, dieses Thema 2020 zu bearbeiten, und danach weitere Schritte tun.

 

 

 

Der größte Themenblock beschäftigte sich mit der

theologischen Aus- und Weiterbildung. Die AMG fördert Theologiestudierende und

Vikare und Vikarinnen, die sich auf den hauptamtlichen pastoralen Dienst

vorbereiten, und stellt mit der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen an

der Universität Hamburg auch theologische Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung,

die ergänzend zu anderen Ausbildungsgängen wahrgenommen werden können. Dort

arbeitet neben Prof. Dr. Fernando Enns die lutherische Pastorin Dr. Marie Anne

Subklew, die von ihrer evangelisch-lutherischen Nordkirche für diese Aufgabe

freigestellt ist. Sie stellte sich vor und gab durch eine Andacht Einblick in

ihr (friedens-)theologisches Denken. Die Andacht wird in der nächsten Ausgabe

der BRÜCKE abgedruckt werden.

 

 

 

Unter dem Dach der AMG gibt es einige mennonitische

Bildungseinrichtungen, theologische Aus- und Weiterbildung betreiben etwa das

Bildungszentrum Bienenberg oder die Arbeitsstelle Theologie der

Friedenskirchen. Nicht zu vergessen sind die jährlichen Theologischen

Studientage der AMG.

 

 

 

Ein weiteres Thema war die geplante Geschwisterschaft mit

der kolumbianischen mennonitischen Kirche (IMCOL), hier stehen noch konkrete

Schritte aus. Als Vertreterin der IMCOL sprach Maria León, die Theologie in

Amsterdam studiert, zur Versammlung.

 

 

 

Weitere Punkte waren das anstehende Täufergedenken auf 2025

hin, die Finanzen, die vielfältigen Aktivitäten in den mennonitischen Werken,

in überregionalen mennonitischen Organisationen und in der Ökumene. Informationen

dazu gibt es im Berichtsheft, bei den Organisationen direkt und den Delegierten

der Gemeinden. Es fällt zunehmend schwerer, alle Funktionen zu besetzen. So

gibt es im AMG-Vorstand noch Platz für ein weiteres Mitglied, und auch die

Teams um Brücke und Jahrbuch suchen Verstärkung.

 

 

 

Gerahmt wurde das Programm durch gemeinsames Singen, einen

Gottesdienst mit der Mennonitengemeinde Backnang und mit zwei Andachten. Die

nächste Mitgliederversammlung wird am 21.05.2020 auf dem Weierhof, als Auftakt vor

dem Mennonitischen Gemeindetag stattfinden.

 

 

 

(Aaron Klaaßen)

 

 

 

Bildunterschrift: Der neugewählte AMG-Vorstand (es fehlt Hannah Rosenfeld) / Foto: Jakob Fehr

 


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