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Bundes-Unterrichts-Werk (BUW) wird zum "Forum Theologie & Gemeinde"

Zwei Jahre lang haben sich knapp fünfzehn engagierte Mitarbeiter mit der Zukunft des BUW befasst. "Herausgekommen ist nicht nur der neue Name ‚Forum Theologie & Gemeinde‘ (FT

Interview mit Bischöfin Rosemarie Wenner

Seit dem 26. April ist Bischöfin Rosemarie Wenner Präsidentin des Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche. Die 56-Jährige wurde bei der Generalkonferenz in Tampa/Florida in ihr Amt eingese

Pastorale Interimsdienste

In kurzer Zeit viel erreichen

Generalkonferenz ist gestern zu Ende gegangen

Mit einem kurzen Abschlussgottesdienst ist am 4. Mai 2012 die Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) zu Ende gegangen.

Bischöfin Wenner an der Spitze des EmK-Bischofsrats

Der Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) hat eine neue Präsidentin: Rosemarie Wenner wurde am 26. April bei der EmK-Generalkonferenz in ihr Amt eingeführt.

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Erklärungen

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

Gemeinden: 440
Mitglieder: 37.000
Bundeshaus
Goltenkamp 4
58452 Witten
Tel: (02302) 937-0
Fax: (02392) 937-99
Mail: info[-AT-]bund.feg.de
Internet: www.feg.de

In Jesus verwurzelt – seinen Auftrag leben

Freie evangelische Gemeinden in Deutschland

Die erste Freie evangelische Gemeinde (FeG) entstand 1854 in Wuppertal. 20 Jahre später schlossen sich 22 Gemeinden zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammen. Heute gehören 437 Gemeinden mit etwa 37.000 Mitgliedern dazu. Damit zählen die FeGs mit den Baptisten, Methodisten, Adventisten und Pfingstlern zu den Gruppen, die das Bild der evangelischen Freikirchen in Deutschland heute prägen.

Typisch FeG

Freie evangelische Gemeinden teilen die grundsätzlichen Anliegen aller evangelischen Kirchen. Für sie ist die Bibel die alleinige Grundlage für Lehre und Praxis. Dabei bemühen sie sich, die biblischen Schriften von Jesus Christus her zu verstehen und auszulegen, weil er nach ihrer Überzeugung die „Mitte der Schrift“ ist. Typisch für FeGs ist jedoch ihr Gemeindeverständnis: Eine Gemeinde ist immer eine Gemeinde der Glaubenden. Im Bild gesprochen: Die Tür zur Gemeindemitgliedschaft sollte so eng sein, dass nur Glaubende hindurchgehen können, aber auch so weit, dass jeder Glaubende hindurchgehen kann. Das Modell der Volkskirchen, wo viele Menschen Mitglieder sind, die mit Bibel und Jesus Christus so gut wie gar nichts zu tun haben wollen, wird daher abgelehnt. Abgelehnt wird aber auch die Vorstellung, als müsse es neben dem lebendigen Glauben an Jesus Christus noch weitere Kriterien für die Mitgliedschaft geben.  Man versteht sich weniger als „Erkenntnisgemeinschaft“ als vielmehr als „Glaubensgemeinschaft“. Das führt dazu, dass Freie evangelische Gemeinden sich ganz bewusst auf die zentralen Aussagen des Evangeliums konzentrieren und missionarisch leben wollen. „Das Sondergut Freier evangelischer Gemeinden“, so formulierte es der ehemalige Präses Peter Strauch einmal, „ besteht darin, dass sie kein Sondergut haben.“ Ein Beispiel aus der Praxis unterstreicht diese Haltung: In den FeGs wird bewusst nur die Glaubenstaufe praktiziert. Wenn aber jemand aus persönlichen Gründen seine Kindertaufe als gültige Taufe anerkennt, so wird diese Gewissensentscheidung akzeptiert und nicht zum Kriterium für die Mitgliedschaft erhoben.

Gemeinsam geht es besser

Im Verhältnis zueinander verstehen sich die FeGs als ein „Bund“, d.h. als eine „Lebens- und Dienstgemeinschaft selbständiger Gemeinden“. Einerseits regelt jede Gemeinde ihre Angelegenheiten selber, beruft ihre Mitarbeiter und kümmert sich um ihre eigenen Finanzen. Andererseits will man aber mehr als nur ein „Zweckbündnis“ sein, sondern versteht die Bundesgemeinschaft als geistliche Notwendigkeit. Viele Initiativen und Werke spiegeln dies wider. So unterhalten die FeGs ein Theologisches Seminar mit fünfjährigem Studium für ihre Pastoren und Missionare (Dietzhölztal), die Allianz-Mission mit 130 Missionaren in 20 Ländern, mit der „Spar- und Kreditbank“ eine bundeseigene Bank (Witten), den Bundes-Verlag (Witten) und etliche diakonische Einrichtungen, von denen das Diakoniewerk Bethanien (Solingen) und die Elim-Diakonie (Hamburg) die größten sind. Die „Bundesleitung“ besteht aus Frauen und Männern, die für alle Gemeinden und Einrichtungen“ eine „geistliche Leitung“ besitzen. „Unsere Leitungsverantwortung“, sagt Präses Ansgar Hörsting, „geschieht aber nie kraft Amtes. Was uns als Bundesleitung nicht durch Überzeugung und Vertrauen gelingt, das schaffen wir auch nicht durch eine kirchliche Befehlsstruktur.“ Die zwischenkirchliche Zusammenarbeit ist für Freie evangelische Gemeinden eine wichtige Aufgabe. Traditionell engagiert man sich stark in der Evangelischen Allianz, deren Vorsitzende schon oft aus den eigenen Reihen kamen. Darüber hinaus ist man Mitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK). Auch zu den Gründungsmitgliedern des Internationalen Bundes Freier evangelischer Gemeinden gehört man.

Visionen für die Zukunft

Im März 2005 beschäftigte sich die Bundesleitung der Freien evangelischen Gemeinden mit der Frage, welcher Auftrag in den kommenden zehn Jahren im Mittelpunkt stehen solle. Wäre es nicht gut, ein gemeinsames Ziel zu formulieren, für das man konzentriert beten und arbeiten wolle? Aus diesem Prozess heraus entstand die sogenannte „FeG-Vision“. „Wir beten und arbeiten dafür“, so lautete die Formulierung, „in 10 Jahren 100 neue Gemeinden zu gründen“. Schaut man in die Geschichte, so ist dieses Projekt nichts Neues. Freien evangelischen Gemeinden liegt die Gemeindegründung in den Genen. Zählten 1960 zum Bund knapp 250 Gemeinden, so waren es 2000 etwa 400. Und die FeG-Vision scheint sich zu bestätigen. Heute, im dritten Jahr, sind schon dreißig neue Gründungsgemeinden hinzugekommen. „Dabei spielen aber nicht die Zahlen an sich die große Rolle“, unterstreicht Ansgar Hörsting, „es geht vielmehr um die Menschen.“ Deswegen stelle sich im Blick auf die Zukunft die wichtige Frage, wie Freie evangelische Gemeinden für ihre Umwelt eine stärkere Bedeutung gewinnen können. Um nicht nur größer zu werden, sondern auch in der Substanz zu wachsen, stoße die Bundesleitung zurzeit ein Projekt unter dem Motto „Aufbruch.Leben“ an. Damit solle die persönliche Verwurzelung in Jesus Christus geststärkt werden. „Als FeGs wollen wir verwurzelt in Jesus sein, um seinen Auftrag zu leben.“

Arndt Schnepper, Pressesprecher des Bundes Freier evangelischer Gemeinden

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