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MV
18.11.2017, von

Thomas-Gemeinde Ibbenbüren: MV-Kolleg mit „Leitertraining K5“ gestartet

 

In zwölf Gemeinden des Mülheimer Verbands ist am 18.11.2017 per Livestream das Leitertraining K5 gestartet. Mit dabei die Thomas-Gemeinde Ibbenbüren im nördl. Münsterland.

„Finden – fördern – freisetzen“, nein, es geht beim [Leitertraining K5] nicht darum, wie eine Gemeinde Leiter akquirieren kann, wenn es schwierig wird. Es geht vielmehr darum, wie Leiter/innen in ihrer Gemeinde oder Gruppe die Charismatiker/innen finden, fördern und freisetzen und zur Verantwortungsübernahme motivieren können.

So waren im [Forum Wiedenest] und per Livestream in viele Übertragungsorte von Flensburg bis Innsbruck an die 2.700 potentielle oder schon aktive Leiter/innen versammelt, um über drei Jahre hinweg jedes Vierteljahr einen Seminar-Samstag zur Fortbildung zu nutzen. Die größte Gruppe gibt es in Essen mit 200 Teilnehmern, aber auch zwei „Wohnzimmer-Seminare“ mit 5-10. Das Kursformat K5 wurde von der [Kirche für Oberberg] entwickelt und ist jetzt zum dritten Mal an den Start gegangen, jedes Mal mit wachsendem Zuspruch. Das [MV-Kolleg] nimmt sich besonders der Weiterbildung und Begleitung von Leiter/innen an und ist eine Kooperation mit der Kirche für Oberberg eingegangen.

 

„Mit 30 Teilnehmern macht fast die Hälfte unserer Gemeinde K5 mit“, sagt Christoph Schulze-Oechtering von der Leitung der Thomas-Gemeinde Ibbenbüren, und blickt ein wenig stolz in die Runde, „und es sind auch einige unserer Nachbarn von der Freien Christen-Gemeinde dabei, zu der wir gute Kontakte pflegen“. So meint ein Gemeindemitglied: „Ich bin von dem Format mit Livestream so begeistert, weil ich es schon von Pro-Christ her kenne und gerade für eine Schulung sehr effektiv finde“. Die Erwartungen der Teilnehmerschaft sind hoch. Sie reichen vom Wachstum persönlicher Spiritualität im Engagement über soziale Kompetenzen bis hin zur „allgemeinen Stärkung des Gemeindelebens“, wie Kay Schmitt vom Leitungsteam betont. „Es ist ja nicht so, dass man nur für das Engagement in der Gemeinde etwas davon hat. Du profitierst auch im Beruf in der Firma von Leitungskompetenz. Überhaupt spielen dein Sozialverhalten und deine Fähigkeiten dabei eine ziemlich große Rolle in Unternehmen“, pflichtet ein Teilnehmer bei, und eine andere Stimme sagt: „Selbst als Elternteil bin ich ja sozusagen in der Leitung eines kleinen Familienunternehmens. Da kommt mir K5 gerade recht“.

 

Es ist also eine große Bandbreite von Teilnehmer-Motivation vorhanden für diesen ersten Seminartag des K5-Leitertrainings. Fünf Dimensionen von Leiterschaft sollten heute zur Sprache kommen: Die soziale Dimension (Artur Siegert: Der Leiter als Einflussnehmer), die Persönlichkeit des Leiters (Martin Schneider zur Charakterentwicklung und Daniel Janzen zur „geistlichen Leiter-DNA“), Leiterschaft und Gemeindeentwicklung (Stefan Vatter: Der fünffältige Dienst) und wie Entscheidungsprozesse ablaufen (Sebastian Loh: Grübeln und dübeln).

 

In der Mittagspause gibt es fragende und zufriedene Gesichter. Eine Teilnehmerin meint: „Wo kann ich mich denn schon persönlich, geistlich und sozial fortbilden, ohne einen vierstelligen Betrag hinblättern zu müssen? Hier ist mein kompletter Hauskreis dabei, und weil es den Livestream gibt, können wir direkt unsere Gruppensituation unter die Lupe nehmen. Das wäre ja gar nicht möglich, wenn nur eine von uns nach Wiedenest gefahren wäre.“ Viele sitzen in Kleingruppen beim Essen zusammen und tauschen sich über das bisher Gehörte und Gesehene aus.

„Hoffentlich halten alle von uns durch und werfen nicht zwischendurch die Flinte ins Korn“ heißt es an einem Tisch. Christoph Schulze-Oechtering meint: „Vielleicht sollten wir zwischen den Seminartagen jedes Vierteljahr ein Zwischentreffen an einem Nachmittag anberaumen, wo wir einfach noch mal rekapitulieren und das Gelernte wieder präsent machen oder uns nochmal um Fragen kümmern können, die inzwischen aufgetaucht sind.“ Ein lernpädagogischer Trost sind die Skripte, die sich die Teilnehmer runterladen können. Dann braucht man nicht so viel oder überhaupt nicht mitzuschreiben. Wichtig ist ja, dass es keine „Hausaufgaben“ sind, mit denen die nächsten Seminartreffen vorzubereiten sind. Sie dienen vielmehr dazu, noch einmal nachschlagen zu können, wenn man bei einem bestimmten Inhalt hängen geblieben ist.

 

Eine tröstende Wirkung hat auch der Lobpreis, mit dem die Einheiten in den Pausen unterbrochen werden. Es tut gut, sich immer wieder auf das bzw. auf den zu fokussieren, welcher die Mitte des Projekts K5 ist: Jesus als der Herr alles dessen, was wir anpacken möchten und für das unser Herz immer wieder neu entflammt werden muss. So hat die Lobpreis-Band des Forums Wiedenest auch einen wichtigen und mitreißenden Dienst für das K5 in alle großen und kleinen Versammlungen hinein, in die das Leitertraining übertragen wird.

(Text und Fotos: Bernd Steinfeld)


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