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Der EmK-Bischofsrat äußert sich entsetzt über die Immigranten- und Länderschelte des US-Präsidenten. Die Aussagen seien »widerlich« und »rassistisch«.

„Etwas verändern, statt nur auf die große Politik zu warten“

Am Martin Luther King Day, der in den USA ein nationaler Feiertag ist, wurde auch in der Berliner Sophienkirche des berühmten amerikanischen Bürgerrechtlers und Baptistenpastors gedacht. Hier hatte Ki

Evangelische Allianz: Ekkehart Vetter auf der MEHR!-Konferenz

„Wenn ein Zug Fahrt aufnimmt, der in Richtung Neuevangelisierung Deutschlands fährt, dann sollte sich niemand zu schade zu sein, auch auf den anfahrenden Zug noch aufzuspringen und mit zu wirken.“ Da

Friedensbewegung ist wichtig und notwendig

BONN – Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Bedeutung und die Notwendigkeit der Friedensbewegung hervorgehoben. Anlass ist die G

Zum Jahreswechsel: 12 Thesen zur Zukunft der Evangelischen Allianz

Was ist für die Zukunft der Deutschen Evangelischen Allianz wichtig? Dazu haben der Vorsitzende des Dachverbandes der Evangelikalen in Deutschland, Ekkehart Vetter (Mülheim an der Ruhr), und der Zwe

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Erklärungen

Wort der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zum Massaker in Norwegen

Frankfurt, den 27. Juli 2011

Beten für die Menschen in Norwegen

Erschüttert blicken wir nach Norwegen. Am 22. Juli 2011 tötete Anders Behring Breivik dort mindestens 76 Menschen. Mit den Betroffenen in Norwegen und Menschen in aller Welt teilen wir das Entsetzen über diese Tat und trauern um die Toten. In vielen freikirchlichen Gottesdiensten wurde am Sonntag nach dem Massaker spontan für die Betroffenen gebetet. Als Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen bitten wir unsere Gemeinden, auch weiterhin für die Angehörigen und Freunde der Opfer und für die verletzten und traumatisierten Jugendlichen zu beten. Unser Mitgefühl und unsere Gebete gehören allen Menschen in Norwegen, die Grundlagen ihrer Gesellschaft in Frage gestellt sehen.
 
Der Täter will sich verstehen als Retter einer „europäisch-christlichen Kultur“. Er bedient sich dabei eines Begriffes, den auch andere nutzen. Oft nährt dieser die Ablehnung, wird missbraucht, um die Angst bis hin zum Hass gegen "das Fremde", zu rechtfertigen. "Das Fremde" sind dann aber auch Menschen. Für diesen Hass, wie er in dem Massaker seinen Menschen verachtenden tödlichen Ausdruck fand, gibt es aber keine Rechtfertigung.

Als christliche Kirchen in Europa und in aller Welt, als Christinnen und Christen bekennen wir uns zu Jesus Christus, dem Versöhner. An ihn glauben wir, ihm vertrauen wir und sein Leben ist der Maßstab unseres Lebens. Die Liebe zu Gott und den Menschen ist das Zentrum dieses Glaubens und Vertrauens. Sie ist der Maßstab dessen, was wir unter christlicher Nachfolge verstehen. Diese Liebe gilt ausdrücklich auch dem Fremden. Das Gebot der Nächstenliebe verpflichtet uns, den Schwachen und Bedürftigen beizustehen und das Wohl aller Menschen zu suchen.
 
Als Vereinigung Evangelischer Freikirchen weisen wir darum auch in dieser besonderen Situation auf Christus hin. Zu ihm laden wir ein, weil wir in ihm die Liebe Gottes zu allen Menschen erkennen. Sie gilt uns und hat keine Grenzen. Wer Menschen verletzt und tötet, wie Anders Breivik es tat, kann sich nicht auf Christus berufen. Eine solche Tat ist vielmehr eine besonders schändliche Form der Gotteslästerung.
Wir unterstreichen darüber hinaus, dass es seit Gründung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen unser gemeinsames Anliegen war und weiterhin ist, für Religionsfreiheit in unserem Land und weltweit einzutreten. Dieses Anliegen schließt Gastfreundschaft für Menschen aus anderen Kulturen und Religionen ein. Wir bitten unsere Gemeindeglieder, sich auch in unserem Land für Nächstenliebe und ein liebevolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft einzusetzen.