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„Heilung der Erinnerungen“ – Gerade ist die Neuauflage der Texte der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission (Mennonitische Weltkonferenz und Lutherischer Weltbun

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„Wichtiges ökumenisches Zeichen“

Der Vizepräsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Marc Brenner, hat positiv hervorgehoben, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine VEF-Klausel in ihre Mitarbeiterrichtl

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Erklärungen

Wort der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zur aktuellen Finanzkrise: Was dem Leben dient.

Wort der Vereinigung Evangelischer Freikirchen zur aktuellen Finanzkrise

Erzhausen / Frankfurt am Main, am 5. Dezember 2008

In der Mitgliederversammlung der VEF haben wir in unserer Sitzung am 4.12. auch über die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise gesprochen. Gemeinsam sind wir der Überzeugung, dass nicht nur ein angemessenes Krisenmanagement gefordert ist. Es stellen sich auch grundlegende Fragen, die unseren Lebensstil betreffen.

Wir bitten Gott mit den Worten des Vaterunsers, dass sein Reich komme und seine Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden; wir bitten um unser tägliches Brot und die Vergebung unserer Schuld; wir laden alle Menschen ein, zu suchen, was dem Leben dient.

Wir empfinden, dass wir in vielen Dingen "auf Kredit" leben. Wir sind mit unserem Konsum Teil eines Weltwirtschaftssystems, das im sozialen und ökologischen Sinne den Armen und Hungernden und unseren Kindern und Kindeskindern große Lasten aufbürdet. Darum rufen wir zur Umkehr.

Wir sorgen uns um die soziale und ökologische Situation. Wir erleben uns als ohnmächtig. Uns fehlt in vielen Fragen der Durchblick und eine Perspektive, die dem Leben dient. Aber wir wissen, dass wir in unserer Lebensgestaltung nicht einfach weitermachen dürfen wie bisher. Darum rufen wir zur Umkehr auf.

Wir wollen umdenken und suchen nach einem Lebensstil, der nicht die Folgen eigener Lebensgestaltung verdrängt und Anderen aufbürdet. Wir sind bereit, Verantwortung für unseren Lebensstil zu übernehmen.

Wir wollen mutig der Armut begegnen. Wir wollen uns bescheiden und erkennen, wo wir auf Kosten der Armen leben. Wir wollen diesen Planeten in einer Weise bewohnen, die auch zukünftigen Generationen "Luft zum Atmen" lässt. Wir laden unsere Schwestern und Brüder in unseren Gemeinschaften und Kirchen dazu ein, neu zu besehen, was im Leben gut und wichtig ist.

Wir wollen uns darauf besinnen, wo unser Herz hingehört, wo unsere Sicherheit und Kraft herkommen und wie wir unser Leben teilen können mit allen Menschen. Wir glauben und wissen, bei Gott die Fülle zu haben. Darum wollen wir es wagen, aus alten Strukturen auszubrechen und wollen unseren Lebensstil den offensichtlichen Notwendigkeiten unterordnen. Wir strecken uns aus nach Gerechtigkeit zwischen Ohnmächtigen und Mächtigen, Armen und Reichen, unserer Generation und den Generationen, die nach uns kommen - aus der Liebe zu Gott und den Menschen dieser Welt.

Der Reichtum, den Gott uns schenkt, ist grÖßer als die Reichtümer dieser Welt. Die Schätze, die uns locken, sind "himmlische Schätze" - nicht von dieser Welt. Darum wollen wir unser Vertrauen neu auf den lebendigen Gott setzen und falsche Sicherheiten loslassen.

Verabschiedet von der Mitgliederversammlung der VEF am 5.12.2008 in Erzhausen bei Frankfurt am Main.